Baum des Jahres 2012: die Lärche
Vogel des Jahres 2012: die Dohle
Wildtier des Jahres 2012: steht noch nicht fest
Wildtier des Jahres 2011 : Eurasischer Luchs
Wildtier des Jahres 2010: Dachs
Denken Sie bei Ihrer Gartengestaltung (nicht nur) an folgende TIere: Besonders was den Einsatz von GIften aller Art angeht!!!!
Das Wildtier des Jahres 2009:
Der Braunbrustigel (Erinaceus europaeus), auch Westeuropäischer Igel oder Westigel genannt, ist ein Säugetier aus der Familie derIgel (Erinaceidae). Wird in Europa vom Igel als Art gesprochen, ist meist diese Art gemeint, da sie fast über den gesamten europäischen Kontinent verbreitet ist. In Osteuropa sowie in Teilen Westasiens ist dagegen der ebenfalls zu den Kleinohrigeln zählende Weißbrustigeldie vorherrschende Art.



Lebensraum
Braunbrustigel bevorzugen eine reich gegliederte Feldflur mit einem abwechslungsreichen Bewuchs aus Hecken, Gebüsch, Bodendeckern, Weideland, Feldraine mit Altgrasbestand oder Staudendickichten, kleinen Gehölz mit Totholzbeständen und Ruderalflächen. Auch an Laubwaldrändern sind sie zu finden. Sie meiden Nadelwälder, baum- und strauchlose Landwirtschaftsflächen und zu feuchte Habitate wie Moore. Gebüsche und Hecken, aber auch hohle Baumstämme und Felsspalten dienen ihnen als Ruheplätze, manchmal beziehen sie auch verlassene Baue anderer Säugetiere. Braunbrustigel findet man heute überwiegend auf Streuobstwiesen, in naturnahen Gärten, Parks und Friedhöfen sowie in den durchgrünten Siedlungsbereichen in der Randzone von Städten und Dörfern. Den Verlust ihres ursprünglichen Lebensraums – nämlich einer reich gegliederten Feldflur – konnten sie zumindest teilweise dadurch ausgleichen, dass sie alsKulturfolger verstärkt den menschlichen Siedlungsraum erschlossen.
Nahrung

Ohrwürmer – wie hier derGemeine Ohrwurm zählen zu den wichtigsten Beutetieren des Braunbrustigels
Die wichtigsten Nahrungsbestandteile
Die Hauptnahrung des Braunbrustigels besteht vorwiegend aus Insekten, darunter Käfer wie Tausendfüsser, die Laufkäfer, Ohrwürmer und Regenwürmer. Nacktschnecken zählen nicht zu seiner bevorzugten Nahrung. Sie machen lediglich zwischen einem und fünf Prozent seiner Nahrung aus. Gehäuseschnecken werden nur sehr selten von Igeln gefressen – sein Gebiss erschwert es ihm, die Schneckenhäuser aufzubrechen. Taunasses, von Großvieh extensiv beweidetes Grasland stellt für Braunbrustigel offenbar einen besonders ergiebigen Jagdgrund dar. Sie legen gelegentlich nachts bis zu einem Kilometer zurück, um auf solchem Gelände nach Nahrung zu suchen. Der Braunbrustigel frisst auch Säugetiere wieMäuse, Spitz- und Wühlmäuse und Maulwürfe. Es handelt sich dabei meist um nestjunge, noch blinde Tiere, die der Igel auf seinen nächtlichen Suchgängen findet. Weder sein Gebiss noch seine Laufgeschwindigkeit befähigen den Braunbrustigel dazu, den ausgewachsenen Tieren dieser Arten ein ernsthafter Fressfeind zu sein. Braunbrustigel fressen jedoch auch Aas und sind daher gelegentlich an den Überresten der obengenannten Tiere zu sehen. Vogeleier und -küken stellen während der Brutsaison einen wichtigen Anteil der Nahrung dar. Hühnereier sind in der Regel für den Igel zu groß, als dass er diese zerbrechen könnte. Er erbeutet sehr wohl aber Küken des Haushuhns. Auch die Eier bodenbrütender Vögel wie Möwen, Seeschwalben, Lerchen,Fasane und Rebhühner sowie Pieper werden durchaus von ihm gefressen. Der Igelspezialist Pat Morris verweist allerdings auf Studien über den Bruterfolg von Jagdfasanen, die gezeigt haben, dass weit mehr Fasanennester durch landwirtschaftliche Maschinen zerstört werden als dem Igel zum Opfer fallen. Auf einigen Inseln, auf denen der Braunbrustigel eingeführt wurde, stellt der Igel tatsächlich eine Gefährdung für seltene Bodenbrüter dar. Im Herbst fressen Braunbrustigel gelegentlich überreifes Fallobst – es stellt jedoch nur einen insignifikanten Anteil an ihrer Gesamtnahrung dar . Möglicherweise interessieren sie sich auch nur für die am Fallobst reichlich versammelten Insekten.
Winterschlaf
Der Braunbrustigel hält einen Winterschlaf, der auch unterbrochen werden kann. Er zählt zu den echten Winterschläfern und verbringt während der nahrungsarmen Zeit rund fünf bis sechs Monate (von Oktober oder November bis April) in einem geschützten kugelförmigen Nest, als Winterquartier dienen ihm auch Reisig- oder Laubhaufen. Alle Stoffwechselvorgänge sind dabei stark vermindert. Die Körpertemperatur sinkt von rund 36 Grad auf ein bis acht Grad, die Atemfrequenz liegt bei ein- bis zweimal pro Minute, der Herzrhythmus sinkt auf fünf Schläge pro Minute. Während des Winterschlafes verlieren sie zwischen 17 und 26 Prozent ihres Körpergewichtes. Um den Winterschlaf zu überleben, müssen die Tiere mindestens 500 Gramm Körpergewicht haben. Bei 15 Grad Außentemperatur wird der Winterschlaf beendet.
Bestand
Flächendeckende Bestandsaufnahmen für Igel liegen für Mitteleuropa nicht vor. Allein in Deutschland werden aber Jahr für Jahr etwa eine halbe Million Igel im Straßenverkehr totgefahren , was auf hohe Bestandszahlen hinweist. In Deutschland haben jedoch sechs von insgesamt 16 Bundesländern den Igel als eine gefährdete Tierart eingestuft . Menschengemachte Gefahren stellen die größte Bedrohung für den Braunbrustigel dar. Die zunehmende Verknappung seines Lebensraumes durch Bebauung, großflächige Landwirtschaft und Flurbereinigung führt dazu, dass er in Teilen seines Verbreitungsgebietes selten geworden ist. Diese Habitatzerstörungen haben gleichzeitig Inselpopulationen zur Folge, die genetisch von der übrigen Population isoliert sind. Igel mögen beispielsweise im äußeren Siedlungsbereich eines Dorfes noch zahlreich vorkommen. Ist dieses Dorf aber von stark befahrenen Verkehrswegen und in intensiver Monokultur genutzten Agrarflächen umgeben, kommt es zu keinem oder nur einem noch geringen Austausch mit angrenzenden Populationen. Damit fehlt der für eine gesunde und widerstandsfähige Population notwendige Genaustausch. Isolierte Populationen sind stärker als andere davon bedroht, durch exogene Faktoren wie beispielsweise durch den Ausbruch einer Epidemie ausgelöscht zu werden.
Vogel des Jahres 2009
Vielleicht haben Sie bei guten Voraussetzungen, das Glück, diesen wunderbaren Vogel in ihrem Garten begrüssen zu dürfen:
Der Eisvogel (Alcedo atthis) ist die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art aus der Familie der Eisvögel (Alcedinidae). Er besiedelt weite Teile Europas, Asiens sowie das westliche Nordafrika und lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Kleinfischbestand und Sitzwarten. Seine Nahrung setzt sich aus Fischen, Wasserinsekten (Imagines und Larven), Kleinkrebsen undKaulquappen zusammen. Der Bestand hat in den letzten Jahren wieder zugenommen und die Art wird derzeit in Europa als dezimiert, aber im gesamten Verbreitungsgebiet als wenig bedroht eingestuft. Der Eisvogel ist im Jahr 2009 Vogel des Jahres in Deutschland, wie auch bereits im Jahr 1973.



Gefährdung und Schutz
Die Größe des Brutbestands wird wesentlich von der Winterstrenge bestimmt. Harte Winter mit länger andauernden Kälteeinbrüchen können regional zu drastischen Bestandseinbrüchen (bis zu 90 Prozent) führen, da die meisten Fischgewässer zufrieren und an eisfreien Gewässern Eisperlen zum Verlust der Flugfähigkeit oder zum Anfrieren auf dem Ansitz führen können. Durch die hohe Fortpflanzungsrate des Eisvogels können Verluste der Bestandsdichte innerhalb weniger Jahre wieder geschlossen werden.
Früher wurde der Eisvogel von Binnenfischern stark bejagt. Im 19. Jahrhundert etwa, galten die Federn als begehrter Schmuck für Damenhüte. Auch zur Herstellung von künstlichen Fliegen für Angler wurden tausende Vögel getötet. Heute ist er durch die Vernichtung seines Lebensraums bedrängt, da fast alle europäischen Flüsse und auch Bäche in der Vergangenheit ausgebaut oder reguliert, die Tümpel zugeschüttet und die Feuchtgebiete trocken gelegt wurden. Durch diese Maßnahmen hat sich das Nahrungsangebot sowie die Zahl der Ansitze und ruhigen Buchten verringert. Zudem verhindern abgeschrägte, befestige Böschungen die Entstehung von Uferabbrüchen. Vereinzelte Renaturierung hat daran nichts Wesentliches geändert. Auch verschmutztes und saures Wasser entzieht dem Eisvogel die Nahrungsgrundlage. Die zur Beseitigung des Brutplatzmangels vom Menschen geschaffenen künstlichen Steilwände, teilweise auch mit künstlichen Bruthöhlen, wurden erfolgreich angenommen. Der Erhalt naturnaher, von künstlichen Eingriffen unabhängiger Fluss- und Bachlandschaften stellt das wichtigste Kriterium für den Schutz des Eisvogels dar, so dass er bei Naturschutzorganisationen als Stellvertreter für die weniger bekannten Arten dieses Lebensraums steht. Der NABU wählte den Eisvogel zum Vogel des Jahres 2009.
Auch unter den gefährdeten Haustierrassen finden wir das Tier des Jahres 2009:
Das alpine Steinschaf - weitere Infos in Kürze

Sehen Sie unter folgender Seite nach:
www.vieh-ev.de
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alter und gefährdeter Haustierrassen